FINEWS - Wie der Tech-Boom in Israel der UBS nützt

Kaum ein anderes Land produziert derzeit soviel Millionäre wie Israel. Die UBS nutzt das Momentum und baut ihr Wealth Management laufend aus.

Im Zuge des Hightech-Booms  ist die Anzahl Millionäre in Isreal in den letzten Jahren stark angestiegen. Gemäss dem Beratungsunternehmen Boston Consulting Group verfügen über 6 Prozent der isrealischen Haushalte über ein Vermögen von mehr als einer Million Dollar.

Das ist genau die Summe, welche die Grossbank als Eintrittsticket für ihre Wealth-Management-Services von Neukunden verlangt. Israel ist ein strategischer Zielmarkt der UBS und das Wachstum gibt ihr recht.

Hälfte der Neukunden kommt aus Tech-Branche

Rund 1'000 Kunden betreut sie bereits mit einem Team von 60 Kundenberatern und Angestellten, wie Kobi Faigenbaum, Chef UBS Wealth Management Israel der Nachrichtenagentur «Bloomberg» sagte. Soeben seien zwei weitere Kundenberater zum Team gestossen. Die Kundennachfrage sei so gross, dass weitere Anstellungen erfolgen könnten, so Faigenbaum.

Zwischen 40 und 50 Prozent aller Neukunden hätten mit der boomenden Hightech-Branche zu tun, so der Isreal-Chef. Es seien nicht bloss Unternehmer, sondern auch Anwälte, Buchprüfer und weitere Berufsleute, welche in Verbindung mit der Tech-Branche stünden.

Vermögensplanung beibringen

Die neue Klientel ist jung und hat andere Ansprüche als der traditionelle Private-Banking-Kunde. Sie verfolgten deutlich aggressivere Renditeziele und zögen es vor, in Private Equity zu investieren oder andere Tech-Startups, sagte Uri Krausz, Gründer des Zürcher Family Offices Toledo Capital zu «Bloomberg».

Krausz war bis 2011 als Executive Director bei der UBS tätig gewesen. Dieser Kundschaft müsse erst beigebracht werden, was Vermögensplanung und -schutz bedeute.
Faigenbaum wird den Israel-Boom für die UBS aber nicht mehr langen anführen. Er wird in den kommenden Monaten durch Udi Dahan ersetzt. Dahan kommt von der HSBC.

Die UBS war wie andere Banken auch in den vergangenen Jahren ins Visier der isrealischen Steuerbehörden wegen undeklarierter Offshore-Gelder geraten. Seit 2010 treibt die Grossbank ihr Onshore-Geschäft in Isreal voran.